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Mittwoch, 19. Juni 2019

1f029c1e1abaaf0605807b7f91552d36Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz von 16. Juli bis 28. August

Bregenz, 15. Juli 2016 – Dem 2012 verstorbenen Maler, Art Director und Grafiker Curt Scheiderbauer widmet die Landeshauptstadt Bregenz die diesjährige Sommerausstellung im Palais Thurn & Taxis. Im Rahmen der Schau werden neben über 200 Gemälden und Zeichnungen auch noch nie in Vorarlberg gezeigte Plastiken und Skizzen präsentiert.

„Worüber man nicht reden kann, darüber muss man schweigen – und malen“, so erklärte Curt Scheiderbauer selbst und in Anlehnung an Ludwig Wittgenstein in wenigen Worten, was ihn zur Kunst antrieb. Genauso nimmt Bürgermeister Markus Linhart das Schaffen Scheiderbauers wahr: „Kaum irgendwelchen Regeln folgend, hat dieser Künstler aus den Komponenten Farbe, Licht und Raum, das entstehen lassen, was aus seinem innersten Fühlen an die Oberfläche drängte.“

Dem umfangreichen Werk des „Fühlosophen“ – wie Sohn und Ko-Kurator tOmi Scheiderbauer seinen Vater einmal nannte – gibt die Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz von 16. Juli bis 28. August gebührenden Raum.

Maler, Art Director, Grafiker – primär Künstler
1937 in Dornbirn geboren, studierte Curt Scheiderbauer von 1957 bis 1959 Wirtschaftswerbung und Grafik in Wien. Zuerst arbeitete er als selbständiger Grafiker, dann als angestellter Art Director. Die Grafik, die großen Einfluss auf sein künstlerisches Schaffen hatte, war sein Beruf. „Mein Vater war im Herzen primär ein Künstler, seine geregelte Arbeit erlaubte ihm eine unbekümmerte, kompromisslosere Herangehensweise Kunst zu machen“, erklärt Kurator und Sohn tOmi Scheiderbauer.

Ein freier KünstlerScheiderbauer war stets ein freier Künstler. Seine grafische Arbeit war ihm Übung für die Kunst, seine Kunst war ihm Inspiration für seine Arbeit. Mit dem Eintritt in den Ruhestand 2001 gewann er zusätzlichen Zeitraum für Experimente, Bildideen und Bildimpulse. Auf Jahre in Spanien – Scheiderbauer setzt sich in den Werken mit Raum und Fläche auseinander und plante den Wiederaufbau einer Ruine – folgte eine entwicklungsreiche und produktive Phase in Krumbach. In der Abgeschiedenheit des Bregenzerwaldes entstanden Werke der Farbfeldmalerei, die an Mark Rothko oder Sean Scully erinnern.

Curt Scheiderbauer: ein Verwandler
Scheiderbauer verwandelte in seinen Werken nicht nur äußere und innere Eindrücke in Malereien. Er lehnte sich in seinem Schaffen immer wieder offen an andere Künstler wie Giorgio Morandi, Hubert Berchtold oder Alberto Giacometti an. Verarbeitete deren Einflüsse jedoch zu seiner gänzlich eigenen Kunst.

Öffnung ins Räumliche
Bis in die 90er Jahre setzte sich Scheiderbauer vor allem mit dem Zusammenspiel von Licht und Farbe im zweidimensionalen Raum auseinander. Danach ist eine künstlerische Entwicklung zum Dreidimensionalen zu beobachten. In seiner letzten Schaffensphase entstanden Skulpturen und Figuren, die scheinbar geometrische Flächen ins Räumliche transponieren.

Befreiung aus der „grafischen Ecke“
Die umfangreiche Retrospektive im Palais Thurn & Taxis bietet den Kuratoren Thomas Schiretz und tOmi Scheiderbauer eine besondere Möglichkeit: „Wir wünschen uns, dass Scheiderbauers Werk in einem künstlerischen und nicht nur grafischen Kontext wahrgenommen wird – quasi eine Befreiung aus der „grafischen Ecke“. Sein Oeuvre spricht eine sehr verdichtete, kompromisslose, aber auch vielschichtige Sprache“, so die Kuratoren.

Ko-Kurator Curt Scheiderbauer
„Mir war wichtig, dass die Ausstellung erscheint, als hätte sie mein Vater gemeinsam mit uns kuratiert“, so beschreibt tOmi Scheiderbauer die Konzeptionierung der Schau. Als „Bauchkünstler“ sieht der Sohn seinen Vater. Im Vordergrund stehen deshalb die emotionale Herangehensweise an die Bildauswahl sowie deren Anordnung – befreit von gängigen Ausstellungskonventionen – ganz wie Curt Scheiderbauer es gemacht hätte.

Die Sommerausstellung der Landeshauptstadt Bregenz im Palais Thurn & Taxis „Curt Scheiderbauer (1937-2012)“ wird am 16. Juli 2016 um 20 Uhr eröffnet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

 

Factbox:

Curt Scheiderbauer (1937 – 2012)
Sommerausstellung der Landeshauptstadt im Palais Thurn & Taxis
Wo:                                 
Palais Thurn & Taxis, Gallusstraße 10, 6900 Bregenz
Eröffnung:                      Samstag, 16. Juli 2016, um 20 Uhr
Ausstellungsdauer:       17. Juli bis 28. August 2016
Öffnungszeiten:             Dienstag bis Samstag von 14 bis 18 Uhr, sonntags von 10 bis 18 Uhr
Kontakt & Information:        Telefon: +43 5574 410 1511, E-Mail: kultur@bregenz.at

 

Downloads:

PK_PA_Sommerausstellung_CurtScheiderbauer.docx PK_PA_Sommerausstellung_CurtScheiderbauer.docx (20 kB)

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Die beiden Kuratoren tOmi Scheiderbauer und Thomas Schiretz mit dem Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart und Michael Rauth, Stadtrat für kulturelle Angelegenheiten. (Copyright: Markus Gmeiner)

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tOmi Scheiderbauer, Kurator der Sommerausstellung, präsentiert die umfassende Retrospektive der Kunst seines Vaters Curt Scheiderbauer. (Copyright: Markus Gmeiner)

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Licht, Farbe und Raum, daraus ist Scheiderbauers Kunst gemacht. (Copyright: Markus Gmeiner)

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Curt Scheiderbauer war ein unabhängiger Künstler, so war auch seine Kunst unabhängig von Konventionen, immer experimentierfreudig. (Copyright: Markus Gmeiner)

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Curt Scheiderbauer war Maler, Art-Director und Graphiker. Er hinterließ ein vielschichtiges Werk. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

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Curt Scheiderbauer: „Meine Malerei ist theoretisch eine Auseinandersetzung und praktisch eine Zusammensetzung aus Farbe und Licht.“ (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

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Plastiken wie diese sind im Palais Thurn & Taxis vom 16. Juli bis 28. August zu sehen. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

 Sommerausstellung_CurtScheiderbauer_B_1998_70x79.jpg Sommerausstellung_CurtScheiderbauer_B_1998_70x79.jpg (338 kB) Curt Scheiderbauers Werke sind Ausdruck von Erfahrung und Gefühl. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

 Sommerausstellung_CurtScheiderbauer_B_1999_40x40x8_KLEIN03.jpgSommerausstellung_CurtScheiderbauer_B_1999_40x40x8_KLEIN03.jpg (154 kB)
Das Zusammenspiel von Licht und Schatten ist ein dominierendes Element im Werk Curt Scheiderbauers. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

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Die Acrylfarben auf dem Holzprofil erlauben das besondere Zusammenspiel von Licht und Farbe. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

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Im Rahmen der Sommerausstellung werden bisher in Vorarlberg noch nie gezeigte Werke Curt Scheiderbauers präsentiert. (Copyright: tOmi Scheiderbauer)

(Alle Fotos: Abdruck honorarfrei zur Berichterstattung über die Sommerausstellung im Palais Thurn & Taxis. Angabe des Bildnachweises ist Voraussetzung.)

 

Rückfragehinweis für die Redaktionen:
Amt der Landeshauptstadt Bregenz, Kulturabteilung, Mag. Thomas Schiretz, Telefon: +43 5574 410-1521, E-Mail: thomas.schiretz@bregenz.atPzwei. Pressearbeit, Mag. Ursula Fehle, Telefon: +43 5574 44715-22, E-Mail:ursula.fehle@pzwei.at

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